Kann man ohne Job glücklich sein?

von Thomas am 28. September 2009

Gelangweilt

Foto von sunshinecity

Die Frage im Titel dieses Artikels ist bewusst provokativ gestellt. Manch einer wird sich wahrscheinlich denken, das einzige, das ihn überhaupt von seinem Glück trennt, ist sein Job. Eigentlich sollte die Frage daher lauten: Kann man mit Job glücklich sein?


Die Zahlen und Meldungen, die man zu diesem Thema im Web findet, sprechen eine recht deutliche Sprache:

Es geht aber noch schlimmer, wie diese Meldung von Spiegel Online vom 28.09.09 zeigt:

Natürlich lassen diese Zahlen immer noch Raum für Menschen, denen ihr Job Spaß macht, der sie erfüllt und jeden Morgen mit Elan und Enthusiasmus aus dem Bett springen lässt. Aber für die große Mehrheit der Erwerbstätigen scheint ihr Job nicht viel mehr zu sein, als ein Mittel zum Zweck, ein Teil des Lebens, den man halt erduldet, weil es nicht anders geht.

Geht es wirklich nicht anders? Müssen wir wirklich ein Drittel oder mehr unseres Lebens mit Tätigkeiten verbringen, die sich andere für uns ausgedacht haben, die uns nicht im Geringsten interessieren und die wir lieber heute als morgen (manchmal inkl. Chef) zum Mond schießen würden, wäre da nicht das leidige Thema der Rechnungen, die bezahlt werden wollen?

Es geht anders.

Jeder, der seine Zeit lieber mit etwas verbringt, das ihn erfüllt, das ihm Spaß macht und sinnvoll erscheint, kann das auch tun. Wer hat überhaupt gesagt, dass Arbeit monoton, langweilig und stressig sein muss? Work/Life-Balance braucht nur der, der den falschen Job ausübt. Wer seine Arbeit liebt, kann mit ihr gar nicht genug Zeit verbringen. Fragen Sie mal einen Künstler oder Schriftsteller.

Ohne Freiheit kein Glück

Eins ist klar: die Wahrscheinlichkeit, in einem regulären Job glücklich zu werden, ist relativ gering. Schon der Begriff “abhängige Beschäftigung” zeigt, dass die Gestaltungsmöglichkeiten in einem Angestelltenverhältnis eher eingeschränkt sind. Abhängigkeit lässt nun mal per se keine Freiheit zu, und ohne Freiheit gibt es kein Glück.

Ohne Freiheit gibt es im Übrigen auch keine finanzielle Unabhängigkeit. Denn die Interessen eines Arbeitgebers – möglichst viel Arbeitsleistung für möglichst wenig Lohn – laufen denen der Arbeitnehmer – möglichst viel Geld für möglichst wenig Arbeit – direkt zuwider. Außerdem kann aus einem System der Abhängigkeit niemals Unabhängigkeit entstehen, weder persönliche, noch finanzielle.

Mach Dir Deine eigene Arbeit

Es gibt letztlich nur eine Möglichkeit, berufliches Glück zu finden: man wird “joblos glücklich”, man schafft sich also seine eigene Arbeit. Ich sage bewusst nicht “eigenen Job”, denn ein Job ist per Definition eine fremdbestimmte Tätigkeit. Aber nur durch selbstbestimmtes Arbeiten können wir berufliches Glück, Freiheit und letztlich auch finanzielle Unabhängigkeit finden.

Und wie schafft man sich nun seine eigene Arbeit? Wie kommt man von einem Job zu einem Beruf?

Der Fahrplan

Genau darum wird es bei Joblos Glücklich gehen. Darum, die eigenen Interessen, Leidenschaften, Talente und Fähigkeiten zu entdecken – oder wiederzufinden – einen Markt für sie zu finden und aus diesen Zutaten die ganz persönliche, auf sich zugeschnittene Arbeit zu entwickeln, die einen mit Stolz, Energie und Befriedigung erfüllt und einen Abends nicht einschlafen lässt – nicht aus Sorge, sondern aus lauter Vorfreude auf den nächsten Tag.

Joblos Glücklich wird die folgenden, groben Themenbereiche behandeln – laufende Anpassungen vorbehalten:

  • Arbeit als Teil des Lebens anstatt nur Mittel zum Zweck
  • Von der abhängigen Beschäftigung zum eigenen Business
  • Die eigenen Stärken, Talente, Interessen und Leidenschaften erkennen und nutzen
  • Mindset, Motivation und die innere Einstellung für Joblose
  • Kreavitität, Produktivität und Selbstorganisation
  • Innere und äußere Widerstände überwinden
  • Business-Ideen und -Strategien
  • Mehrere Einkommensquellen für finanzielle Freiheit
  • Tools & Techniken für die Arbeit im Home Office
  • Planung, Gründung und Führung eines Kleinstunternehmens
  • Outsourcing
  • uvm.

Neue Artikel wird es ca. 1-2 Mal pro Wochein unregelmäßigen Abständen geben, grob gesagt, immer wenn mir danach ist. Wer sichergehen will, keinen zu verpassen, sollte den RSS-Feed abonnieren, was auch per E-Mail geht.

Mitmachen erwünscht

Joblos Glücklich soll im übrigen kein Monolog sein. Ein Blog lebt nicht zuletzt vor allem auch durch seine Leser. Kommentare – egal ob positiv oder negativ – sind also ausdrücklich erwünscht und werden, mit Ausnahme von Profanitäten und rechtlich bedenklichen Inhalten, von mir weder redigiert noch zensiert.

Und wenn Sie konkrete Fragen haben, stellen Sie sie! Entweder als Kommentar zu einem Artikel oder, für die Schüchternen unter Ihnen, gerne auch per Email ;)

In diesem Sinne, ich freue mich auf anregende und angeregte Diskussionen!

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Danach: Selbständig machen und länger leben